Löwenzahnsirup

Gepostet am 10 Mai, 2013 in Kräuterwissen

Löwenzahnsirup

Der Löwenzahn

 

Für viele ist der Löwenzahn ein lästiges Unkraut, dabei wird vergessen wie heilkräftig der gute Löwenzahn ist! Durch seine blutreinigende Wirkung hilft er unter anderem bei Gicht und Rheuma, auch Drüsenschwellungen gehen zurück.
Die frischen Stängel können schmerzlos Gallensteine lösen und Zuckerkranke sollten davon täglich bis zu zehn Stück essen, solange der Löwenzahn in der Blüte steht.
Menschen, die immer wieder krank sind, sich müde und abgeschlagen fühlen, sollten eine 14-tägige Kur mit frischen Löwenzahnstängeln machen. Die Stängel werden mit Blüten gewaschen, dann erst werden die Blütenköpfe entfernt und langsam gekaut. Sie werden über die großartige Wirkung erstaunt sein.
Warzen lassen sich ebenso gut mit der weißlichen Milch aus den Stängeln behandeln.

Gestern habe ich meinen ersten Sirup aus Löwenzahnblüten hergestellt. Dieser ist nicht nur gut als Hustensirup, sondern schmeckt auch vorzüglich als Brotaufstrich, ähnlich wie Honig, und kann zum Süßen von Tee und Quark oder anderen Sachen verwendet werden.

 

Anleitung zum Löwenzahnsirup

 

6-8 große Hände voll Blüten

1 Liter Wasser

1 Bio-Zitrone

1 kg Rohrzucker

1 Vanilleschote

→ ergibt ca. 4 kleine Gläser

loewenzahn_6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Besten geht man an einem sonnigen Tag zur Mittagszeit die Blüten pflücken, da haben sie die meisten Heilkräfte in sich.
Der Löwenzahn sollte fernab von Straßen und nicht gerade am Wegesrand (Hundeklo) gesammelt werden.
Die Blüten habe ich immer noch mal abgepustet und ausgeschüttelt, da sich viele kleine Käfer darin befinden.
Ach ja, außerdem habe ich mir Einmalhandschuhe angezogen, da sich sonst die Hände ganz braun verfärben.

loewenzahn_3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zuhause habe ich dann die gelben Blütenblätter ausgezupft. Anscheinend schmeckt das Grünzeug eher bitter.
Das ist etwas mühsam, aber irgendwie hat es auch etwas beruhigendes.

loewenzahn_4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt kommen die gezupften Blütenblätter zusammen mit 1 Liter Wasser und dem Saft 1 Zitrone
(wenn man eine ungespritzte Zitrone hat, kann man gerne noch die Schale mit reinraspeln) in den Topf.
Ich habe noch eine Vanilleschote ausgekratzt und sowohl den Inhalt, als auch die Schote mit dazu gegeben.
Alles zusammen wird kurz aufgekocht und dann vom Herd genommen.
Die Blütensuppe sollte dann mindestens 2 Stunden ziehen, wenn es geht sogar über Nacht.

loewenzahn_5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Tag werden die Blüten abgesiebt, das geht am Besten mit einem Mulltuch.
So kann man auch den letzten Rest Saft gut aus den Blütenresten ausdrücken. Der Saft wird mit 1 kg Rohrzucker
langsam erhitzt und nun braucht man Geduld. Man lässt das Ganze bis zur gewünschten Konsistenz einkochen.
Bei mir hat das ca. 3 Stunden gedauert, da ich den Sirup unbedingt als Brotaufstrich verwenden wollte.
Man testet die Konsistenz, indem man mit einem Löffel etwas vom Sirup auf einen kalten Teller gibt.
Wenn er „Fäden“ zieht und so wie Honig ist, dann ist er fertig! Nachdem der Löwenzahnhonig ganz abgekühlt ist,
wird er noch etwas zähflüssiger. Den heißen Sirup dann in ausgekochte (trockene) Gläser abfüllen und gleich verschließen.

Jammi!

loewenzahn_7