Brennnesselsuppe

Gepostet am 16 Aug, 2013 in Kräuterwissen

Brennnesselsuppe

Die Brennnessel

 

… mmmh – lecker – Brennnesselsuppe!

Das Erste, an was man bei einer Brennnessel denkt ist: Aua – die pickst, sticht und brennt doch bestimmt!

Aber dass die Brennnessel zu einer der besten Heilpflanzen gehört, ist den meisten Menschen heutzutage gar nicht mehr bewusst. Eher gilt sie als lästiges Unkraut,…

Von der Wurzel angefangen, über die Stängel und Blätter bis hin zur Blüte ist die gute Brennnessel sehr heilkräftig!

 

Sie ist die beste blutreinigende und gleichzeitig blutbildende Heilpflanze. Daher ist bei schlechter Haut, Ekzemen, Fisteln und Nagelpilz,
ebenso bei Ermüdungs- und Erschöpfungszuständen eine Brennnesselteekur sehr zu empfehlen. Die eisenhaltige frische Brennnessel wirkt harntreibend und reinigt den Körper. Nach solch einer Kur fühlt man sich körperlich wohler, die Energie und die Schaffenskraft kehrt
zurück und man blüht äußerlich sichtlich auf. Die Anfälligkeit von Erkältungen nimmt ab und sie hilft bei gichtischen und rheumatischen Erkrankungen. Bei schütterem Haarwuchs ist die Behandlung mit Brennnesselabsud oder einer Tinktur sehr hilfreich.

 

Am Besten eignen sich die frischen Mai-Brennnesseln für den Tee, ebenso auch für den Brennnesselspinat oder die Brennnesselsuppe.
Die Pflanze sollte saftig grün sein und junge Blätter haben, ansonsten ist die Pflanze sehr faserig und eher zäh. Im Herbst kommen ebenfalls nochmal frische Triebe und man kann erneut ernten.

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Die kleinen Samen der Nessel strotzen ebenso vor Energie und Kraft, man kann sie einfach so pflücken und essen, sie picksen nicht,
und sie haben einen feinen nussigen Geschmack. Oder aber auch sammeln und trocknen und als Zugabe über einen Salat oder über
die Brennnesselsuppe geben. Schon vor 2000 Jahren wusste man um die aphrodisierende Wirkung.

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Gestern habe ich zum ersten Mal eine Brennnesselsuppe aus frischen jungen Brennnesseln gekocht
und ich muss sagen, es war soooo lecker!

 

Anleitung zur Brennnesselsuppe

 

 

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Dafür habe ich einen Topf voll Nesseln mit Gummihandschuhen gesammelt, die ich anschließend gewaschen habe.

Zwei Zwiebeln und bei Bedarf auch Knoblauch werden in Butter angedünstet. Danach kommen die Brennnesseln hinzu
und werden mit einem dreiviertel Liter Gemüsebrühe aufgegossen. So wird das ganze mit Deckel ca. 15-20 Minuten gekocht,
bis es wie ein Spinatbrei aussieht.

Anschließend habe ich mit dem Stabmixer alles püriert und die groben fasrigen Reste rausgenommen.
Zum Schluss habe ich die Suppe mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat verfeinert und drei Löffel Sauerrahm hinzugegeben.

Durch das Kochen und Pürieren verschwinden die stacheligen Haare der Brennnessel und man kann sie bedenkenlos essen.
Diese Menge hat für 3-4 Vorspeiseportionen gereicht.

 

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Fertig ist die leckere Suppe!